Was ist ein Motorschaden? - Mororensachversträndiger

Ingenieurbüro für Verbrennungsmotoren GmbH

öffentlich bestellter und vereidigter Motorensachverständiger - Dipl. - Ing. (FH) Jörg Schulz

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Was ist ein Motorschaden?

Die häufigste Erläuterung, was sich hinter der Begrifflichkeit "Motorenschaden" verbirgt, die in der Fachliteratur zu diesem Thema zu findet ist:

Ein Motorschaden ist der Verlust an Funktionsfähigkeit und notwendiger beziehungsweise erwünschter Eigenschaften bei einem Motor.

Als grobe Hausnummer kann man davon ausgehen, dass der Motorkonstrukteur des Herstellers eines Mittelklassewagens den Motor für eine Laufleistung von ca. 200.000 km auslegt. Das sind bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 50 km/h des Fahrzeugs ca. 4000 Betriebsstunden. In der Praxis hält der Motor auch dieser Beanspruchung stand oder übertrifft sie sogar.

Rückblickend auf die letzte Dekade war ein Rückgang der Schäden an den Motoren zu verzeichnen. Doch jetzt scheint es eine Trendwende zu geben. Die Triebwerke gehen wieder häufiger kaputt. Die Schadensbilanz des Jahres 2014 von CarGarantie, einem der größten europäischen Garantieversicherer, belegt eine deutliche Zunahme von Motorschäden. Prozentual gesehen ist der häufigste Grund für das Liegenbleiben eines PKWs zwar immer noch ein Mangel an der Fahrzeugelektronik, doch reiht man die Schadensstatistik nach der Schadensregulierungssumme so führt der Motorenschaden die Liste an. Dies wird unter dem Aspekt verständlich, wenn man bedenkt, dass der Motor die teuerste Baugruppe Ihres Autos ist. Der Motor als Herzstück des Autos, macht im Durchschnitt rund 15 Prozent des Autopreises aus, gefolgt von der Karosserie und dem Getriebe mit ca. 10 % Kostenanteil.

Die Ursache für die Zunahme der Motorenschäden ist unter anderem dem Umstand geschuldet, dass die Hersteller immer stärker die Entwicklung in Richtung Downsizing der Motoren (Verringerung des Hubraums und der Zylinderzahl) und Erhöhung der spezifischen Motorleistung (Literleistung) durch den Einsatz von Turboladern vorantreiben. Dadurch steigt die mechanische und thermische Belastung der Triebwerke häufig an. Dies hat zur Folge, dass die Motoren eher an die Belastungsgrenzen stoßen und ihren Dienst quittieren.
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